Tag 2 - Internet limited

Zunächst gilt es erstmal, die vorhandene Hardware aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Dazu bauen wir erstmal ein lokales Netzwerk auf und passen die Netzwerkkonfiguration der einzelnen Geräte entsprechend an.

 

Die erste Herausforderung heute ist die Verbindung ins Internet, da diese Freienhaus ja leider keinen Internetanschluss hat.

Meine Idee dazu ist, an den USB-Port des Draytek-Routers einen UMTS-USB-Stick anzuschliessen; ein Szenario, das normalerweise als Fallback zum DSL-Anschluss verwendet wird. Rolf hat fazu tatsächlich seinen seinen UMTS-USB-Stick mitgebracht, den ich dann auch gleich in den Router stecke. Diese wird vom Draytek Router auch erkannt, obwohl er nicht zu den direkt unterstützten Devices zählt. Als SIM-Karte würde ich meine Multi-SIM-Karte aus dem iPad nehmen, die auch über meinen Mobilfunk-Datentarif läuft. Natürlich möchte der UMTS-USB-Stick eine SIM-Karte klassischer Grösse haben, meine mini-SIM aus dem iPad passt natürlich nicht. Mit etwas Gebastel und Doppelklebeband akzeptiert nun der UMTS-USB-Stick auch meine Mini-SIM, und die Verbindung ins Internet steht! Mitten im Ferienhaus ist jedoch die Signalqualität und damit die Geschwindigkeit eher mässig; ein optimaler Standort ist nach diversen Tests jedoch im Fenster der Küche gefunden. Nach Anpassung der Netzwerk-Verkabelung (zusätzlicher Switch, Netzwerk-Kabel quer durchs Haus) haben wir nun überall Internet.

Zwischendurch fiel mir noch ein, dass ich einen EU-Roamimg Weekpass mit 300 MB Inklusivvolumen gebucht hatte, jedoch kaum das ich diesen gebucht hatte, schickte die Telekom eine SMS mit der Ankündigung, dass ich ja auch eine EU-All-inklusive Flat für etwas mehr Geld mit meinen 3 GB Volumen und freiem Telefonieren buchen könnte. Nach einem Telefonat mit der Telekom-Kundenbetreuung konnte der Tartif auch tatsächlich umgestellt werden…

Folgende Technik kommt nun zum Einsatz:

  • Agfeo ES-Demo-Koffer mit
    •  Agfeo ES 516 mit Smart Home Server
    •  Agfeo DECT-IP Basisstation
    • diversen Tefefonen; wir verwenden hier das Agfeo ST 45 mit integriertem Enocean Funkmodul EN-Modul 42
    • Agfeo Premium TFE Türsprechstelle
    • zwei integrierte Enocean Schaltsteckdosen (über ein Eltako FMS61NP Schaltmodul)
    • eine Enocean Funksteckdose FSVA-230V
    • ein Enocean Minitaster FMT 55/4 (mit zwei Wippen)
  • Apple Mac mini mit Mac OS X 10.11 Server
    • Drobo 2 (Daten-Raid mit 6 TB)
    • X-Tech VGA-Bildschirm
    • Lacie 2 TB USB-Festplatte (für Time Machine Backup)
  • Draytek Vigor 2860 VDSL-Router
  • Unifi UAP-AC-LR (AC-Access-Point) mit PoE Injektor

Dazu kommen dann noch diverse Smart Home Komponenten:

  • Philips Hue System, bestehend aus
    • Philips Hue Bridge 2.0
    • drei Philips Hue White Leuchtmittel
    • ein Philips Hue Dimmer Switch
  • Homematic IP Starter Set Sicherheit Plus, bestehend aus
    • Homematic IP Home Control Access Point
    • Homematic IP Bewegungsmelder mit Dämmerungssensor innen
    • Homematic IP Schaltsteckdose
    • Homematic IP Fenster und Türkontakt optisch
    • Innensirene
  • Homematic Zentrale CCU2
  • zusätzliche Enocean Komponenten
    • eine Enocean Funksteckdose FSVA-230V
    • ein Enocean Minitaster FMT 55/4 (mit zwei Wippen)
  • Netgear Netzwerk-Komponenten
    • Netgear Pro Safe GS108 Gigabit-Switch
    • Netgear Pro Safe GS105E Gigabit-Switch

Diverse Apple Endgeräte

  • Apple MacBook Pro 15“ (mid 2012)
  • Apple MacBook Pro 15“ (late 2011)
  • zwei iPhone 6s
  • zwei iPhone 6
  • ein iPhone 5s
  • ein iPad Pro 12,9“
  • ein iPad 4
  • ein iPad mini 1
  • ein iPad 3
  • ein Apple TV 4
  • ein Samsung Galaxy Note 2 

Mit dieser Ausrüstung geht es also an den Start, und wir wollen versuchen, alle diese Komponenten mehr oder weniger sinnvoll miteinander zu verbinden. Dabei möchten wir, wenn es geht, möglichst die verschiedenen Smart-Home-Technologien miteinander koppeln, da die verschiedenen Standards/Produkte von sich aus erstmal untereinander inkompatibel sind:

  • Philips Hue basiert auf dem ZigBee-Funkprotokoll
  • Homematic verwendet ein eigenes Funkprotokoll im 868 MHz-Frequenzband
  • Enocean verwendet ebenfalls ein eigenständiges Funkprotokoll

Dazu gibt es zwei Hersteller-unabhängige Plattformen, die wir miteinander intergrieren wollen:

  •  HomeKit von Apple
    • kann direkt HomeKit-kompatible Geräte/Devices über Bluetooth 4.0 und WiFi ansteuern, auch extern via iCloud
    • bietet die Möglichkeit, andere Smart-Home Produkte (Standards) über kompatible Gateways (Bridges) zu intergrieren
  • SmartHome Server von Agfeo
    • in den IP-basierten Telefonsystemen der ES-Serie von Agfeo ist der SmartHome Server intergiert, der (momentan) drei verschiedene Smart Home Standards unter einer Plattform integriert:
      • KNX/EiB ist ein Bus-basierter sehr etablierter Standard aus der »klassischen« Hausautomation
      • Enocean ist ein funkbasierter, sehr energieeffizienter Funk-Standard, für den es eine Vielzahl von Geräten verschiedener Hersteller gibt. Agfeo bietet hier mit dem EnOcean EN-Modul 42 ein Funkmodul für Agfeo Systemtelefone als »Basisstation« für EnOcean Aktoren und Sensoren.
      • HomeMatic ist ein proprietärer funkbasierter Standard im 868 MHz-Frequenzband von der deutschen Firma eQ-3. Die Anbindung an den Agfeo SmartHome Server findet hierbei über eine Netzwerk-Verbindung an die HomeMatic Steuer-Zentrale CCU2 von eQ-3 statt.
    • Mithilfe des SmartHome Servers ist es nun prinzipiell möglich hersteller- und protokollübergreifend Komponenten miteinander zu vernetzen, also z.B. mit einem HomeMatic Bewegungsmelder eine Enocean Steckdose zu schalten.

Nachdem nUPNP im Router aktiviert ist, taucht als erstes die Hue Bridge im Netzwerk auf. Die kann HomeKit, und schon lassen sich die im Haus verteilten Leuchtmittel ansprechen, und zwar von jedem, der über iCloud eingeladen wurde.

So, für heute genug verdrahtet und konfiguriert; morgen gehts weiter!